Grafenau (Druckversion)

Grenzenlose Waldwildnis - 50 Jahre Nationalpark Bayerischer Wald

Um die Bayerwaldberge Lusen, Rachel und Falkenstein erstreckt sich entlang der tschechischen Grenze der erste Nationalpark Deutschlands - der Nationalpark Bayerischer Wald. Grafenau ist als Sitz der Nationalparkverwaltung das "Tor zur grenzenlosen Waldwildnis". Keine Monokultur, keine Motorsägen. Im größten geschlossenen Waldgebiet Mitteleuropas ist die Natur ursprünglich und sich selbst überlassen. Aber keine Angst: Auch wenn die Nationalparkgemeinde Grafenau im Zeichen des Bären steht, werden Sie im dunklen Wald auf keine wilden Bären treffen. Der letzte wild lebende Bär wurde vor langer Zeit erlegt. Im Tierfreigelände können Sie Wildtiere wie Bär, Luchs und Wolf allerdings in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Das Informationszentrum Lusen mit dem Hans-Eisenmann-Haus un dem Pflanzen- und Gesteinsfreigelände bietet außerdem viel Spannendes rund um die Nationalpark-Ideologie "Natur Natur sein lassen".

Nirgendwo sonst in Europa kann sich die Natur auf so großer Fläche nach ihren ureigenen Gesetzen zu einem wilden Wald entwickeln. Der Nationalpark ist aber nicht nur Urwald. Hautnah sieht der Wanderer die Folgen der klimatischen Bedingungen in den vergangenen Jahrzehnten: Das Waldsterben. Und noch etwas bemerkt der aufmerksame Betrachter: Auf den abgestorbenen Bäumen wächst eine neue, ungemein vielfältige Baumgeneration zu einer neuen Form der Waldwildnis heran. Ein spannender Prozess, den sie nicht versäumen sollten! Beim Aufstieg zum 1.373 Meter hohen Lusen, dem Hausberg Grafenaus, durchquert man so viele Klimazonen wie auf dem Weg von Bayern nach Nordschweden und genießt die Aussicht über die wildromantische Hügellandschaft. Zahlreiche besondere Wanderzonen zeigen den Nationalpark von seiner schönsten Seite: Erkunden Sie den Seelensteig, den Aufichtenwaldsteg, die Schachten, das Felswandergebiet oder die Hochmoore. Oder besuchen Sie die spannenden Nationalpark-Besuchereinrichtungen wie das Waldspielgelände, der Haus zur Wildnis oder den längsten Baumwipfelpfad der Welt!

Der längste Baumwipfelpfad der Welt

Erleben Sie den weltweit längsten Baumwipfelpfad mit einer Steglänge von 1300 Metern!

Der Baumwipfelpfad im Nationalpark Bayerischer Wald führt seine Besucher in einer Höhe von 8 bis 25 Metern durch die unberührte Natur des Nationalparks. Genießen Sie traumhafte Ausblicke auf die grenzenlose Landschaft des Bayerischen Waldes - an schönen und klaren Tagen kann man vom 44 Meter hohen Baumturm aus sogar bis zum nördlichen Alpenhauptkamm sehen. Entdecken Sie den Bayerischen Wald aus einer ganz anderen Perspektive.

Weitere Infos finden Sie unter: www.baumwipfelpfad.bayern, den aktuellen Flyer für 2020 können Sie hier herunterladen.

Mit der "Nationalpark-Card" erhalten Sie am Baumwipfelpfad 3,00 Euro Ermäßigung.

Die Nationalparkverwaltung

Die Verwaltung des Nationalparks Bayerischer Wald hat ihren Sitz in Grafenau. In dem historischen Gebäude am Stadtplatz war früher das alte Rathaus und ab 1900 dann das Amtsgericht untergebracht.

Daten und Fakten rund um die Nationalparkverwaltung

  • Leiter: Dr. Franz Leibl
  • Mitarbeiter: rund 200
  • zuständige Behörde: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
  • Nationalpark-Dienststellen: 11
  • Gesamtfläche des Nationalparks: rund 24250 Hektar
http://www.grafenau.de//tourismus-grafenau/de/urlaubsthemen/tor-zum-nationalpark/nationalpark-bayerischer-wald